Event

(Das Ereignis)

Solo von John Clancy

Aus dem Amerikanischen von Frank-Patrick Steckel
Aufführungsrechte: Verlag der Autoren
Aufführungsdauer: ca. 60 Minuten (keine Pause)

Ein Mann steht im gleißenden Licht auf der Bühne. Ein Schauspieler. Er spricht zu uns über sich, über die Zuschauer und die Situation. Wer dachte, er wüsste, was das hier ist: Bühne, Schauspieler, Zuschauer, der sieht sich womöglich getäuscht. Ist alles ganz anders?

EVENT ist ein komisches, gleichzeitig zutiefst irritierendes Solo über die merkwürdige Veranstaltung, die wir „Theater“ nennen – und eine brillante Meditation über das, was uns die Bühne über unser Leben zu erzählen hat. Ein cleveres Stück Meta-Theater mit den denkbar einfachsten Mitteln, und eben aus dieser Simplizität wächst die enorme Überzeugungskraft. Im Idealfall verlässt das Publikum nach EVENT das Theater in der Überzeugung, seine Zeit verschwendet zu haben – ohne es zu bereuen.

„Wir sind wie gute Schauspieler in einem sehr schlechten Stück, die mit ihrer sturen Gutgläubigkeit, ihrem eisernen Festhalten am gegebenen Text noch seine unwahrscheinlichsten Umschwünge glattbügeln und die wilden, jähen Tonsprünge in unserer gemeinsam erzählten Geschichte ignorieren. Es ist eine schwarze Komödie, aber jetzt ist es eine Tragödie, aber jetzt ist es eine Farce. Wir spielen brav weiter, spucken unsere Zeilen aus, gehen mechanisch unsere Gänge ab und improvisieren wie besessen, während um uns herum die Dekoration zusammenbricht. Wir stehen erschöpft unter den Scheinwerfern hier, beten innerlich um den Schlussvorhang oder wenigstens um einen Moment des Ausruhens auf der Seitenbühne, der es uns erlaubt, unsere zerstreuten Gedanken zu sammeln. Aber nichts da, der Plot eilt vor uns her und wir jagen wie Hunde hinterdrein, unbekümmert um den Sinn der Angelegenheit, nur froh, einen Gedankenaustausch zu überstehen, ohne uns zu blamieren oder zum Narren zu machen.“

John Clancy, Event

Besetzung

Mann: Thomas Ney
Regie: Rüdiger Walter Kunze
Premiere: 19.02.2015 (KulturBäckerei Lüneburg)

Preis

Honorar: € 1.500 (zzgl. Tantieme, GEMA, KSK), jede weitere Vorstellung in Folge € 1.000
Im Fall einer Übernachtung sind zwei Einzelzimmer notwendig.

Presse

Der Mann und die Fremden
Landeszeitung für die Lüneburger Heide vom 21.02.2015

„… Der Mann, also Thomas Ney, wirkt verletzlich, einsam, ein wenig frustriert, ringt um Würde und Anerkennung, ein Balance-Akt, aber die Spannung bleibt. Er spricht über verlorene Gefühle, über Mitmenschen, über Kommunikation im 21. Jahrhundert, über die allgegenwärtige Erreichbarkeit im Digitalzeitalter und die Sehnsucht nach Schwarzweißfernsehen mit Sendeschluss. Aber das alles gehört ja, wie gesagt, zu seinem gelernten Text. …“

(Frank Füllgrabe)

Technische Hinweise

Das Stück Event kann auf jeder Bühne aufgeführt werden. Ideal ist eine schwarze Aushängung.

Licht:

Gleichmäßige Ausleuchtung der Bühne, mit der Möglichkeit, verschiedene Spots zu setzen und der Überblendung.

Ton:

Abspielgerät (USB-Stick, Computer oder Anschlussmöglichkeit für analoges Gerät).

Stereo-Bühnenlautsprecher.