Bartsch, Kindermörder

Solo von Oliver Reese

mit Texten aus den Briefen Jürgen Bartschs an Paul Moor
Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag
Aufführungsdauer: ca. 80 Minuten (keine Pause)

Jürgen Bartsch (* 1946 in Essen; † 1976) war ein deutscher pädosexueller Serienmörder, der in Langenberg bei Velbert vier Jungen ermordete. Bartsch wurde als der „Kirmesmörder“ bekannt.

In den Jahren 1962 bis 1966 ermordete und zerstückelte er vier minderjährige Jungen; bei seiner ersten Tat war er selbst noch minderjährig. Nach seiner Verhaftung bekannte er sich offen zu seinen Taten und war in der Folge umfangreich auskunftsfreudig, was der Kriminalpsychologie tiefe Einblicke in die Seele Jürgen Bartschs ermöglichte.

In dem Stück Bartsch, Kindermörder kommt Jürgen Bartsch selbst zu Wort, indem Oliver Reese auf unnachahmliche Weise Briefe und Gesprächsnotizen zu einem Monolog verarbeitet hat. Diese Selbstauskünfte sollen in keiner Weise die schrecklichen Taten Bartschs entschuldigen, aber sie können erklären und uns fühlbar machen, was nötig ist, um aus einem Kind eine Bestie zu machen.

Besetzung

Jürgen Bartsch: Nils Nupnau
Regie: Thomas Ney
Ausstattung: Kathrin Matzak
Premiere: 24.09.2021 (KulturBäckerei Lüneburg)

Preis

€ 1.500 (zzgl. Tantieme, GEMA, KSK), jede weitere Vorstellung in Folge: € 1.000.
Im Fall einer Übernachtung sind zwei Einzelzimmer notwendig.

Presse

Was für ein Scheißpech
Landeszeitung für die Lüneburger Heide am 25.09.2021:

Feine Mimik und ausdrucksstarke Gestik
„Der Lüneburger Schauspieler Nils Nupnau taucht ein in die Gedankenwelt des Jürgen Bartsch. Ob feine Mimik oder kraftvolle Gestik, er versteht es, die Monologe des heranwachsenden Jürgen herauszuarbeiten. (…) Besonders feinfühlig zeigt sich Nupnau bei der Schilderung der Übergriffigkeiten eines Paters und anderen gebieterischen Erfahrungen, lässt immer wieder ein wenig ‚ich will so nicht sein‘ durchscheinen. (…) Zur Hochform läuft Nupnau auf, als es um die Phase der Metzgerlehre beim Vater geht. Unglaublich energiegeladen führt er nur mit Bewegung das Töten, Ausweiden und Spalten der Schlachttiere vor und bringt den Zuschauer auf die Spur des Bösen. (…) Fast mit Tränen in den Augen sieht er zurück: ‚Was diese Kinder für ein Scheißpech hatten‘, ein unglaublicher Satz aus dem Munde eines Triebtäters. Heintjes ‚Mama‘ entlässt das Publikum nach 80 packenden Minuten in einen Abend, der sicherlich nachhallt.“

(Dietlinde Terjung)

Technische Hinweise

Das Stück Bartsch, Kindermörder kann auf jeder Bühne aufgeführt werden, auf der ein 2x2m großes Podest aufgebaut werden kann und dessen Raumhöhe mind. 2,5 m beträgt.

Im Idealfall ist die Bühne schwarz ausgehängt.

Licht:

5 x 500 Watt von vorn

mind. 2 x 500 Watt von der Seite (wenn möglich)

Ton:

Abspielgerät (USB-Stick, Computer oder Anschlussmöglichkeit für analoges Gerät)

Stereo-Bühnenlautsprecher.

Im Laufe der Aufführung wird auf der Bühne eine Kerze (Grablicht) angezündet.